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Von der Huckelpiste zum Fahrradweg

Amt Schradenland, den 28.09.2012

Der Schlangenweg war einst ein Feldweg und ist die kürzeste Verbindung von Großthiemig zu den Nachbarorten Schraden, Lindenau Tettau, Frauwalde und Kmehlen. Jetzt ist er ein Radweg.

 Er wurde bis Ende der 50er Jahre von den Bauern als Weg zu ihren Feldern, von Postboten und Radfahrern genutzt. Mit dem sich entwickelnden Berufsverkehr, wurde er auch mit Bussen befahren, die aus Richtung Hirschfeld - Großthiemig kommend, Berufstätige nach Lauchhammer zur Arbeit beförderten.

Ende der 50er Jahre  wurde eine Verbindungsstraße von Großthiemig über Frauwalde nach Lauchhammer ausgebaut. Der Kraftverkehr, insbesondere die Schichtbusse, nutzen nun diese neue Straße.

Der Schlangenweg wurde nun im Wesentlichen von den Radfahrern und von den landwirtschaftlichen Fahrzeugen genutzt. Großthiemig entwickelte sich in den 60er Jahren, mit seinen Gaststätten Grafe und Müller zu einer Hochburg für den Jugendtanz. Auf dem Schlangenweg entstand am Wochenende ein regelrechter Tanztourismus. Im Laufe der Zeit wurde der Schlangenweg zur Huckelpiste.

Mit der Wende verlor die „Huckelpiste“ an Bedeutung. Seit dem gehört dieser Weg zum Amtsbereich Amt Ortrand und zum Amtsbereich Amt Schradenland. Der Weg wurde nur noch von wenigen Radfahrern aber verstärkt von landwirtschaftlich Fahrzeugen genutzt.

Mit dem Bau der Radwege in der Region, entwickelte sich der Radtourismus. Die „Huckelpiste“ stand immer mehr in der Kritik.

Das Amt Ortrand und des Amt Schradenland setzten sich im Jahr 2011 zusammen und stellten sich gemeinsam die Aufgabe, den Radtourismus gemeinsam im Schraden weiter auszubauen. Die Gemeinde Großthiemig hatte im Haushalt entsprechende Mittel eingestellt. Ohne die Unterstützung der jeweiligen Gremien im Amt Ortrand und in der Gemeinde Großthiemig, welche im Haushalt entsprechende Mittel bereitstellte, hätte es dieses Treffen nicht geben können.

Im Jahr 2012 wurde dies in die Tat umgesetzt. Wenn auch noch nicht in voller Länge, so wurde eine Grundinstandsetzung durchgeführt.

Am 25. September trafen sich Kommunalpolitiker aus dem Ämtern Ortrand und Schradenland mit ihrem Amtsdirektoren Kersten Sickert und  Thilo Richter, um den 1. Bauabschnitt für den Verkehr freizugeben.

Viele knorrige Eichen und wunderschöne Ausblicke auf die eiszeitlichen Hügel des Schradens machen den Weg besonders reizvoll.Die Vertreter beider Amtsgemeinden hoffen, dass der Schlangenweg künftig stärker genutzt werden wird, zum Beispiel um die Schönheiten der Schradener Berge zu erkunden und auch mal den Heidebergturm zu besuchen. Einig waren sich die Kommunalpolitiker auch darin, das vorhandene Radwegnetz gemeinsam zu erweitern. Dabei sollen vor allem vorhandene Wege ausgebaut werden, um den Schraden besser  erschließen zu können.

 

(Text/Foto: Wolfgnag Kniese)

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Von der Huckelpiste zum Fahrradweg