Veranstaltungs-Ticker

Schularbeiten der anderen Art

Großthiemig, den 25.​04.​2026
Vorschaubild zur Meldung: Schularbeiten der anderen Art

Die Evangelische Schraden Grundschule in Großthiemig bietet Kindern ein ganz besonderes Lernumfeld. Organisiert wird der Schulbetrieb durch den Verein zur Förderung der Kreativität des Kindes e.V. Doch wer steckt dahinter? Ganz einfach, die Mütter und Väter, Omas und Opas, Lehrer und Erzieher sowie Ehemalige, die die Vision einer Schule, die Kindern nicht nur ein Lern- sondern auch ein Lebensraum ist, welche besonderen Fokus auf das soziale Miteinander legt und in welcher Wissensvermittlung gekoppelt mit Individualität und Eigenverantwortung gelebt wird, in die Realität umsetzen wollen. 

 

Doch das Besondere dieser Schule fordert auch enormes Engagement aller Beteiligten. Dies wird bereits im Vorfeld deutlich kommuniziert. Denn nur gemeinsam sind wir stark und nur miteinander können wir wachsen und bestehen. So ist auch das aktuelle Schuljahr geprägt von reichlich „Schularbeiten“, an denen sich alle beteiligen.

 

Bereits zu Schuljahresbeginn hieß es „auf die Spaten, fertig, los!“ – denn die Fördergelder für das lang ersehnte Grüne Klassenzimmer wurden genehmigt. Und wenn Schule gefördert wird, dann nur, wenn auch die Kinder mit in die Projektgestaltung mit einbezogen werden. Für unsere Schülerinnen und Schüler natürlich kein Problem. Schon die Kleinsten haben mit Begeisterung mitgebuddelt. Als die Erde raus war, machten sich die Papas ans Fundament. Ein Dank gilt hier auch den Eltern, die uns mit Bagger, Rüttelplatte und anderem Gerät unterstützt haben genauso wie den Sponsoren von Mineralgemisch und Co. In den nächsten Wochen werden die Arbeiten hier fleißig weitergehen. Da die Balken von Pavillon lasiert sind, kann der Aufbau mit Unterstütz von Jens Morawe beginnen. Im Anschluss muss noch gepflastert werden. Wenn die Möbel dann montiert sind, steht den ersten Unterrichtsstunden im Freien nichts mehr im Wege. 

 

Parallel zum Grünen Klassenzimmer haben einige Eltern in den Osterferien in den Sanitäranlagen und Umkleideräumen gewerkelt. Die nun doch schon in die Jahre gekommenen Räumlichkeiten haben dringend etwas frischen Putz und etwas Farbe benötigt. Hier gilt unser Dank dem Malerfachbetrieb Mario Hübscher, der uns mit der passenden Farbe versorgt hat. So konnten wir mit engagierten Eltern in wenigen Tagen ausräumen, abschleifen, verputzen, streichen und alles reinigen. Auch die Hürden, die uns das alte Gebäude bei diversen Arbeiten immer wieder liefert, meisterten die Helfer mit Einfallsreichtum und Humor. Pünktlich zum Schulstart war für die Kinder wieder alles bereit.

Was steht noch an? Vorgenommen haben wir uns noch viel. In den Sommerferien auf jeden Fall den Schulflur und den Kunstraum streichen. Eine Rabatte trockenlegen und in einen Steingarten verwandeln. Der Bauwagen wird saniert. An den Wochenenden und in den Ferien muss der Schulgarten gewässert und geerntet werden. Wichtigstes Projekt ist jedoch die Sanierung des dringend benötigten Werkraums im vorderen Schulgebäude. Nach langen zwei Jahren und vielen bürokratischen Hürden wurden uns auch hier endlich Fördergelder genehmigt. Jetzt heißt es Boden raus, Unterbau beräumen und dann alles neu – zumindest was den Fußboden betrifft. Bei der Entsorgung unterstützt uns die Gemeinde mit einem Container und Laminat für den späteren neuen Boden. Für den Unterbau selbst wird eine Firma beauftragt. Danach liegt wieder alles in Elternhand. Laminat verlegen, streichen, Möbel aufbauen und einräumen – was bei einer Renovierung eben alles so anfällt. Wir dürfen gespannt sein, auf die nächsten Baustellenabenteuer. 

 

Eines steht aber fest: ohne unsere fleißigen Eltern, Sponsoren und externe Unterstützer wäre der Weg um einiges steiniger. Diese Hilfe und Unterstützung wissen wir als Schule und Verein sehr zu schätzen! Nur so können wir unseren Kindern und allen die noch kommen ein liebevoll gestaltetes Lernumfeld schaffen. 

 

Text: Bianka Krüger

 

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